Jahreshauptversammlung ’18

Bericht zur Jahreshauptversammlung am 20.12.2018

Am 20.12.2018 fand die erste ordentliche Jahreshauptversammlung der Initiative für akademisierte Pflege e.V. (IfaP) statt. Im Best Western Parkhotel in Weingarten wurde durch unseren 2. Vorstandsvorsitzenden Lucas Schliz, die nunmehr jährlich stattfindende, Jahreshauptversammlung eröffnet, welcher zahlreiche Mitglieder, geladene Gäste sowie Gastredner folgten. 

Den Beginn der Veranstaltung gestaltete die Vorstellung der Initiative für akademisierte Pflege e.V. Durch Lucas Schliz, welcher neben Fabian Schoppenhauer die Moderation der gesamten Veranstaltung tätigte, erhielten die Anwesenden Informationen über die Entstehung des Vereins, die Grundidee und den Entschluss zur Gründung einer Initiative. Ebenso wurden durch ihn die Ziele der Initiative nochmals genauer betrachtet – so wurden diese bewusst breit gefächert gewählt, um der zukünftigen Arbeit der IfaP viel Handlungsspielraum zu ermöglichen und sich dadurch nicht ausschließlich auf eine Richtung zu beschränken. Im Anschluss gab er eine Übersicht über die im Jahre 2018 erfolgten Entwicklungen, Aktionen und Exkursionen der Initiative. So konnte durch einen Artikel in der „Schwäbischen Zeitung“ sowie ein Interview in der News-Sparte des Online-Portals „Bibliomed-Pflege“ auf die Gründung der IfaP aufmerksam gemacht werden. Außerdem konnte eine Kooperation mit dem Deutschen Netzwerk für Pflegestudierende (DeNeP) eingegangen werden, um gemeinsam einen besseren Vernetzungsgrad unter Studierenden der Pflege zu gewährleisten und eine höhere Reichweite abzuschöpfen. Auch Besuche, wie der „Tag der Pflege“ in den Fachkliniken Wangen sowie des „Gesundheitspflege-Kongresses“ in Hamburg, konnten für vielversprechende Gespräche genutzt werden. Summa summarum stellte das Jahr 2018 ein anstrengendes, jedoch grundsätzlich erfolgreiches erstes Jahr für die IfaP dar.

An dieser Stelle folgte der Ausblick auf das Jahr 2019. So gelte es laut Lucas Schliz das Konzept der Initiative möglichst zeitnah, unter Berücksichtigung der Schwerpunktsetzung der Mitglieder, neu zu evaluieren um ein Stimmungsbild für weitere Aktionen zu erhalten. Neben der Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges wurde auch die Mitwirkung der Konzepterstellung zur Implementierung akademisierten Pflegepersonals in den Fachkliniken Wangen als anstehende Aufgabe genannt. 

Den weiteren Verlauf gestalteten drei spannende Vorträge der Gastredner Fritz Sterr, Martin Holzke und Georg Roth. 

Den Beginn tätigte Fritz Sterr, Gründer des Deutschen Netzwerkes für Pflegestudierende (DeNeP), mit einem Vortrag zur „Wichtigkeit der Akademisierung der Pflege“. Aufgezeigt wurde zunächst die aktuelle Gesetzeslage sowie im Folgenden die Wichtigkeit der Akademisierung als Antwort auf die notwendigen zukünftigen Umstrukturierungen in der Pflege. Hr. Sterr informierte die Anwesenden zudem nochmals genauer über den Nutzen des berufspolitischen Engagements und verwies auf die laufende Social-Media Kampagne „#Pflegevernetzt“ auf der Plattform Twitter. Weiterhin berichtete er ausführlich über die Gründung und die Arbeit des Deutschen Netzwerkes für Pflegestudierende (DeNeP) und beendete seinen Vortrag mit einem Ausblick in die Zukunft, in welchem er eine deutschlandweite Studierendenvertretung für Pflegestudierende als fundamental wichtig darstellte. Hierfür bat er um das Engagement aller Mitglieder, denn nach Sterr geht Berufspolitik uns alle etwas an! 

Nach einer 20-minütigen Pause erfolgte durch den Pflegeexperten sowie Pflegedirektor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Weissenau Herrn Martin Holzke der zweite Vortrag des Abends. Er referierte zur Thematik der „Akademisierung der Pflege“ in der Praxis und der Einbindung des akademischen Pflegefachpersonals in den Stationsalltag. Hierfür stellte er zunächst die aktuellen Entwicklungen in der Psychiatrie des ZfP Südwürttemberg vor und gab anhand des Kompetenzstufenmodells nach Benner, welches die Entwicklungsstufen vom Neuling bis zum Pflegeexperten in der Praxis darstellt, einen Ausblick auf das Ankommen und Wirken der bereits ausgebildeten Bachelor-Pflegefachkräfte auf den ZfP Stationen. Anbei gab Hr. Holzke einen Umriss über die Struktur der ZfP Weissenau und der damit einhergehenden Notwendigkeit eines Modells zur Integration von Bachelor-Pflegefachkräften. So sei aktuell seine Implementierungsstrategie, ein Trainee-Programm für akademisierte Pflegefachkräfte zu schaffen, sowie anhand eines damit einhergehenden 15-Punkte Programms einen für die Praxis nutzvollen Skill- und Grademix zu schaffen um das Potential der studierten Pflegefachkräfte voll auszuschöpfen. Hr. Holzkes Vortrag wurde von vielen anwesenden Pflegestudiernden begrüßt, stellte doch durch ihn das ZfP mit diesem Konzept ein bisher einzigartiges Modell vor. Getreu dem Motiv „Pflege braucht Eliten“, darf gespannt erwartet werden, wie sich dieses Programm weiterentwickelt!

Herr Georg Roth, Pflegepädagoge, Gründer und geschäftsführender Trainer bei „carepaket – Bildung & Beratung“ war es nun, der die Reihe der Vorträge zu einem wunderbaren Abschluss brachte. Er referierte über die Thematik der Sekundär- und Tertiärqualifizierung von Pflegefachkräften hin zum akademisierten Fachpersonal. Anhand seines persönlichen Beispiels stellte er hierbei Bildungswege und Möglichkeiten dar sowie sein Unternehmen carepaket – Bildung & Beratung genauer vor. Darüber hinaus gab er wichtige Impulse zu den Erkenntnissen von studiertem Pflegefachpersonal anhand seiner Erfahrungen in der Praxis. Zum Ende seines Vortrags kam auch er noch einmal auf die Gründung der Initiative, welche er als „en marche der Pflege“ titulierte, zu sprechen. Hier sprach er die Wichtigkeit des Eigenengagements im Feld der Pflege an und gab einen wichtigen Motivationsimpuls mit auf den Weg: „…anstatt zu resignieren dürfe man nicht aufhören, sich berufspolitisch einzubringen!“

Im Anschluss an die mit viel Applaus und Beifall begleiteten Vorträge der Redner, erfolgte als weiterer Programmpunkt und kleiner Höhepunkt die erfolgreiche Abstimmung über die Einführung notwendiger Mitgliederbeiträge. Um in Zukunft etwaige Projekte zu finanzieren, sind diese von enormer Wichtigkeit. 

Den Abschluss gestaltete eine, von den Vorstandsvorsitzenden Fabian Schoppenhauer und Lucas Schliz, offen gestaltete Diskussionsrunde, einer wiederholten Zusammenfassung der Ziele der IfaP, Danksagungen sowie einem Appell zur aktiven Mitarbeit an alle interessierten Mitglieder. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung konnte für viele der Teilnehmer im anliegenden Restaurant bei leckerem Essen und guten Gesprächen ein erfolgreicher Abend zu Ende gehen.

Die Initiative für akademisierte Pflege e.V. bedankt sich nochmals ausdrücklich bei allen Sponsoren, Mitgliedern und Mitwirkenden in jeglicher Art und freut sich auf das Jahr 2019, in diesem mit Spannung alle künftigen Aktionen erwartet werden, durch welche wir Impulse setzen, um auf die Wichtigkeit der Akademisierung in der Pflege aufmerksam zu machen!

Zum Abschluss des Berichtes ein kurzer Aufruf!

In den kommenden Wochen und Monaten soll der Auftritt der Initiative in den sozialen Medien intensiviert werden. Die aktuellen pflegerelevanten Themen sollen zukünftig umfassender dargestellt werden. Hierfür suchen wir weiterhin Mitglieder, welche sich auch aktiv in die Arbeitsgruppen einbringen wollen!